Kurz gesagt: Im Vergleich Ubigi vs Airalo gewinnt Airalo beim Einstiegspreis und beim Katalog mit über 200 Zielen; Ubigi punktet bei Komfort beim Aufladen und bei Regionalplänen für Vielflieger. Keine der beiden bietet garantierten Support auf Deutsch, also falls dir das wichtig ist, schau dir auch Alternativen an, die für deutschsprachige Reisende gemacht sind.
Wenn du dich zwischen Ubigi und Airalo für deine nächste Reise entscheidest, ist die Frage berechtigt: Es sind zwei der bekanntesten eSIMs und sie funktionieren ähnlich, sind aber nicht gleich. In diesem Guide vergleichen wir sie nach Preis, Abdeckung, Aktivierung und App, damit du siehst, welche besser zu deiner Reiseart passt und wo jede schwächelt.
Ubigi vs Airalo in einem Satz
Ubigi setzt auf Datenpläne mit Aufladen über die App und starke Regionalprofile; Airalo ist ein riesiger Basar für eSIMs nach Land mit sehr niedrigen Einstiegspreisen. Ubigi gewinnt meist bei der Auflade-Erfahrung und Airalo bei Vielfalt und Einstiegspreis, aber beide verfallen ungenutzte Daten, wenn sie ablaufen.
Der praktische Unterschied liegt im Detail. Airalo verkauft dir ein festes Paket (zum Beispiel 3 GB für 15 Tage) und wenn es aufgebraucht ist, kaufst du ein neues; der Katalog deckt über 200 Ziele ab und du findest Pläne ab fast symbolischen Beträgen. Ubigi dagegen ist für Vielflieger gemacht: Du installierst ein Profil und lädst nach, wann immer du willst, ohne etwas neu zu scannen. Wenn du einmal im Jahr fliegst, ist dir dieser Komfort egal; wenn du alle zwei Monate reist, wirst du ihn merken. Ein weiterer wenig beachteter Unterschied: Ubigi bietet einige Pläne mit Daten ohne klare Ablaufzeit, solange du Guthaben hast – das macht Airalo fast nie. Keine der beiden ist „die beste" im abstrakten Sinne: Es hängt davon ab, wie viel du reist und wie sehr du es schätzt, nicht mehrere eSIMs auf dem Handy verwalten zu müssen.

Preise und Pläne: Wer ist günstiger
Beim Einstiegspreis gewinnt Airalo meist die erste Runde mit sehr günstigen kleinen Paketen, aber die echten Kosten pro Gigabyte hängen vom Ziel ab. Ubigi punktet eher bei langen Aufenthalten und Regionalprofilen, wo der Preis pro GB sinkt. Die Tabelle fasst zusammen, was du ungefähr für dasselbe europäische Ziel findest.
| Aspekt | Ubigi | Airalo |
|---|---|---|
| Kleinster Plan | Startet meist bei 1 GB | Sehr kleine Pakete ab Minimalbeträgen |
| Kosten pro GB (langer Aufenthalt) | Konkurrenzfähig bei Regionalplänen | Steigen beim Kauf mehrerer Pakete |
| Unbegrenzte Daten | Bei einigen Zielen | Bei ausgewählten Zielen |
| Aufladen | Ohne Profil neu zu installieren | Bedeutet manchmal neue eSIM |
Der Trick ist, nicht nur auf den Preis des ersten Pakets zu schauen. Ein supergünstiger 1-GB-Plan, der nach zwei Tagen mit Karten und WhatsApp-Videos aufgebraucht ist, zwingt dich zum Nachkaufen – und da kann Airalo am Ende teurer sein als ein mittlerer Ubigi-Plan. Vor dem Kauf solltest du auch entscheiden, wann du das Profil aktivierst: Ob du es schon zu Hause machst oder erst nach der Landung, ändert, was sich für dich lohnt – diese Rechnung ist in eSIM vor Abreise oder am Ziel kaufen erklärt. Das ist kein Detail: Wenn du einen Plan mit begrenzten Tagen zu früh aktivierst, verbrauchst du Datentage, ohne sie zu nutzen.
Tipp: Vergleiche immer die Kosten pro GB des kompletten Plans, den du nutzen willst, nicht den Preis des 1-GB-Lockangebots. Diese Zahl täuscht.
Abdeckung und Netzqualität
Beide setzen auf lokale Betreiber, die Abdeckung hängt also eher vom Land ab als von der Marke. Airalo listet in der Regel das Netz auf, mit dem du dich verbindest, bevor du kaufst; Ubigi bevorzugt Netze mit gutem Daten-Roaming. In der Praxis funktionieren beide in Großstädten gut; Unterschiede zeigen sich in ländlichen Gebieten, wo der Betreiber vor Ort das Sagen hat. Wenn dein Reiseziel generell schlechte Mobilfunkabdeckung hat, kann keine eSIM das beheben.
Ein Punkt, auf den du achten solltest, ist die Geschwindigkeit. Viele Reise-eSIMs begrenzen die Verbindung auf 4G, auch wenn dein Handy 5G unterstützt – das wirkt sich auf Downloads und Streaming aus. Wenn dir das wichtig ist, prüfe in der Produktbeschreibung des Plans, ob ein Hochgeschwindigkeitsnetz enthalten ist; ob es sich lohnt, besprechen wir in eSIM 5G vs 4G: Lohnt sich das fürs Reisen?. Und Vorsicht vor dem Kleingedruckten: Das „bis zu X Mbit/s“, das in der Produktbeschreibung beworben wird, ist fast nie das, was du auf dem Handy tatsächlich siehst. In Gegenden mit vielen gleichzeitigen Nutzern – einem Bahnhof zur Hauptverkehrszeit, einem Flughafen – fällt die Geschwindigkeit, selbst wenn der Betreiber gut ist, und das hängt nicht davon ab, ob du Ubigi oder Airalo nutzt.

Aktivierung und Bedienkomfort
Der Ablauf ist fast identisch: Du kaufst, bekommst einen QR-Code, scannst ihn in den eSIM-Einstellungen und aktivierst die Daten bei der Landung. Airalo bietet bei vielen neueren Handys zusätzlich eine Direktinstallation ohne QR-Code an; Ubigi ermöglicht die Installation des Profils über seine App. In beiden Fällen gilt: Installiere vor der Abreise zu Hause per WLAN und aktiviere erst am Zielort.
Wo Airalo Anfänger verwirren kann: Jeder Kauf kann eine eigene eSIM erzeugen, die sich auf dem Handy ansammelt; mit der Zeit hast du mehrere inaktive Leitungen. Ubigi behält ein Profil, das du auflädst, das Handy bleibt also aufgeräumter. Wenn es deine erste eSIM ist und du die allgemeine Schritt-für-Schritt-Anleitung von Anfang bis Ende willst, findest du sie im Leitfaden So installierst du eine eSIM, der für jeden Anbieter gilt. Und denk dran: Die Aktivierung der eSIM löscht deine physische SIM nicht, du erhältst also weiterhin Anrufe auf deine heimische Nummer.
Wenn deine Reise durch mehrere Länder führt
Hier wird der Vergleich spannend – und genau hier schauen die wenigsten hin, die nur auf den Preis des ersten Pakets achten. Wenn deine Route zum Beispiel Italien, Frankreich und Portugal in zwei Wochen umfasst, bedeutet das mit Airalo drei Käufe, drei QR-Codes und drei Profile für jedes Land, die du verwalten musst; manche überlappen sich bei längeren Reisen nicht mal sauber. Ubigi löst das mit seinen Regionalplänen auf einen Schlag: Du aktivierst ein Profil, das in mehreren Ländern der Region funktioniert, und musst nichts mehr anfassen, bis das Guthaben aufgebraucht ist.
Aber „regional“ bedeutet nicht bei jedem Anbieter dasselbe – und genau das ist die Nuance, die fast niemand richtig erklärt: Ein Regionalplan kann die gesamte Europäische Union abdecken oder nur ein paar bestimmte Länder, und der Unterschied zwischen regionaler eSIM und Länder-eSIM ändert viel daran, was für deine Route sinnvoll ist; das erläutern wir in Regionale eSIM vs. Länder-eSIM. Wenn deine Reise Kontinente mischt – ein Zwischenstopp in Istanbul auf dem Weg nach Thailand, um nur ein Beispiel zu nennen – hilft dir auch der größte Regionalplan nicht weiter, und hier kommt die Unterscheidung zwischen regionaler und globaler Abdeckung ins Spiel, die viele beim schnellen Kauf verwechseln.
Faustregel: Wenn deine Route drei Länder oder weniger umfasst und diese aneinandergrenzen, ist ein gut gewählter Regionalplan fast immer günstiger und bequemer als Land für Land zu gehen. Bei mehr als drei Ländern oder bei Kontinentsprüngen rechne genau nach, denn der Ersparnisvorteil des Regionalplans kann sich verflüchtigen.
App, Aufladung und Support
Hier zeigt sich die Philosophie der einzelnen Anbieter. Die Ubigi-App ist darauf ausgelegt, dein Profil zu verwalten und Nachladungen in zwei Schritten ohne erneutes QR-Scannen zu ermöglichen, was für Vielfahrer praktisch ist. Die Airalo-App funktioniert eher wie ein Shop: Du suchst nach Ländern, kaufst und verwaltest jede eSIM einzeln. Für eine einmalige Reise ist das egal; bei zehn Reisen pro Jahr spart Ubigi Reibung.
Beim Support bieten beide Hilfe per Chat an, allerdings nicht immer auf Deutsch und mit unterschiedlichen Öffnungszeiten. Das ist genau der Punkt, an dem Marken, die für deutschsprachige Reisende konzipiert sind, einen Unterschied machen: Support auf Deutsch und klare Preise ohne Überraschungen. Wenn du überlegst, ob sich eine eSIM gegenüber dem Kauf einer lokalen physischen SIM gleich nach der Landung lohnt, bekommst du darauf auch eine ehrliche Antwort in eSIM vs. lokale SIM: ein ehrlicher Vergleich. Und wenn dein nächstes Ziel Europa ist, kannst du dir direkt ansehen, was ein typischer Plan abdeckt, bevor du kaufst, unter eSIM für Europa.
Für wen ist welcher Anbieter geeignet
Wähle Airalo, wenn du eine einzelne Reise machst, den niedrigsten Einstiegspreis suchst und es dir nichts ausmacht, mehrere eSIMs zu verwalten. Wähle Ubigi, wenn du häufig reist, Wert auf Nachladungen ohne Neuinstallation legst und dich oft in verschiedenen Regionen bewegst. Und erwäge einen dritten Weg, wenn du Support in deiner Sprache und eine einfache App ohne Überraschungen suchst.
- Einmal-im-Jahr-Reisende: Airalo aufgrund des Einstiegspreises, oder eine eSIM mit Support auf Deutsch, um entspannt zu reisen.
- Vielreisende in mehreren Ländern: Ubigi wegen des Komforts bei Nachladungen und regionalen Profilen.
- Wer Komplikationen hasst: eine eSIM mit Aktivierung in 1 Minute und Hilfe auf Deutsch, wenn mal etwas schiefgeht.
Egal, welches Profil du hast, mach dich nicht von einem Markennamen abhängig: Schau dir den konkreten Plan an, den du nutzen wirst. Und wenn du wirklich darüber nachdenkst, keine eSIM zu verwenden, sondern bei der Ankunft eine internationale physische SIM-Karte zu kaufen, solltest du vorher wissen, worin der Unterschied zu einer eSIM wirklich liegt – es geht nicht nur um die Kartengröße: Das erklären wir in internationale Chipkarte vs. eSIM.
Was dir fast niemand über Ubigi und Airalo erzählt
Abgesehen von Preisen und Vergleichstabellen gibt es Details, die man nur lernt, wenn man mehrmals eine eSIM installiert hat und die weder Ubigi noch Airalo auf ihrer Website hervorheben.
Der QR-Code verfällt, auch wenn dich keiner deutlich warnt. Sowohl bei Ubigi als auch bei Airalo gibt es Fälle, in denen der QR-Code nicht mehr funktioniert oder das Profil als „abgelaufen“ angezeigt wird, ohne dass du auch nur ein MB verbraucht hast, wenn du den Plan kaufst und Wochen mit der Installation wartest. Die Lösung ist nicht technischer, sondern kalendarischer Natur: Kauf den Plan ein paar Tage vor der Reise, nicht einen Monat im Voraus, und installiere ihn zu Hause per WLAN, bevor du zum Flughafen aufbrichst.
„Unbegrenzte Daten“ sind es fast nie. Wenn ein Plan eines der beiden Unternehmen unbegrenzte Daten ankündigt, verbirgt sich dahinter fast immer eine Geschwindigkeitsbegrenzung ab einem bestimmten Tagesverbrauch (Fair-Use-Policy). Wenn du lange Videoanrufe führen oder vom Zielort aus remote arbeiten willst, ist diese Nuance wichtiger als der Preis des Plans. Lies das Kleingedruckte des konkreten Plans, nicht die generische Landingpage.
Das Wechseln von eSIM-Profilen ohne Verlassen der mobilen Daten kann dich eine Weile ohne Verbindung lassen. Wenn du die neue eSIM aktivieren willst, während du noch die alte verwendest (z. B. auf der Zugfahrt von einem Land in ein anderes), deaktiviere zuerst die mobilen Daten der alten Leitung, bevor du die neue aktivierst. Sonst verwirrt das Telefon zwischen zwei Datenprofilen und du kannst im schlimmsten Fall eine halbe Stunde ohne Netz dastehen – genau dann, wenn du mit dem Gepäck das Hotel suchst.
Das Roaming deines heimischen Anbieters deckt dich manchmal schon kostenlos ab, und du weißt es nicht. Wenn du innerhalb der Europäischen Union mit einem normalen heimischen Tarif unterwegs bist, beinhaltet dein eigener Anbieter wahrscheinlich bereits Roaming ohne Aufpreis gemäß EU-Verordnung. Für ein Wochenende in Lissabon oder Rom kann sich der Kauf einer zusätzlichen eSIM also gar nicht lohnen; heb sie dir für Ziele außerhalb der EU auf, wo das Roaming deines Anbieters teuer wird. Es ist gut zu wissen, was Datenroaming genau ist und wann es greift, bevor du Geld für etwas ausgibst, das du vielleicht schon inklusive hast: Wir klären das in was ist Datenroaming.
Das Löschen eines Profils gibt nicht immer die Anzahl der verfügbaren eSIMs frei. Bei manchen Handys mit vielen installierten eSIMs (physische + mehrere virtuelle) treten seltsame Meldungen oder Verzögerungen im Einstellungsmenü auf. Wenn du für jede Reise eine neue installierst, lösche die nicht mehr genutzten nach jeder Reise, anstatt sie „für alle Fälle“ anzuhäufen.
Häufig gestellte Fragen
Ubigi oder Airalo – was ist günstiger?
Das hängt vom Reiseziel und deinem Datenverbrauch ab. Airalo hat meist das günstigere Einstiegspaket, aber wenn du viel surfst oder lange unterwegs bist, kann Ubigi durch seinen Preis pro Gigabyte bei Regionalplänen die bessere Wahl sein. Vergleiche immer den Gesamtpreis des Tarifs, den du wirklich nutzen wirst – nicht den des kleinen Lockpakets.
Funktionieren Ubigi und Airalo auf jedem Handy?
Nur auf Handys mit eSIM-Unterstützung: iPhone XS oder neuer, die meisten Samsung Galaxy S und aktuelle Pixel-Modelle, um nur einige zu nennen. Prüfe vorher, indem du *#06# eingibst und schaust, ob eine EID angezeigt wird. Wenn dein Telefon keine hat, funktioniert keiner der beiden Dienste und du brauchst eine physische SIM.
Kann ich beide eSIMs gleichzeitig installiert haben?
Ja. Moderne Handys speichern mehrere eSIM-Profile, auch wenn immer nur eines aktiv ist. Du kannst ein Profil von Ubigi und eines von Airalo installieren und in den Einstellungen auswählen, welches du nutzt. Allerdings: Viele schlafende eSIMs sammeln sich an und machen das Menü unübersichtlich – lösche die, die du nicht mehr brauchst.
Bekomme ich mit diesen eSIMs eine Telefonnummer?
Bei den meisten Tarifen nicht – es sind reine DateneSIMs. Mit den Daten kannst du WhatsApp, Telegram oder Internet-Telefonie problemlos nutzen, aber du erhältst keine Anrufe oder SMS auf eine neue Nummer. Dafür behältst du deine physische SIM von zuhause, die parallel aktiv bleibt.
Was passiert, wenn mir mitten auf der Reise die Daten ausgehen?
Bei Airalo kaufst du ein weiteres Paket oder eine neue eSIM für dasselbe Ziel. Bei Ubigi lädst du das bestehende Profil über die App nach, ohne erneut einen QR-Code zu scannen. In beiden Fällen brauchst du kurz eine Internetverbindung (Hotel-WLAN oder die restlichen Daten), um die Aufladung abzuschließen.
Ist Ubigi oder Airalo besser für eine einwöchige Reise?
Für eine kurze Reise in ein einzelnes Land passt Airalo meist besser: Du zahlst ein festes Paket, verbrauchst es und fertig – ohne dich auf eine Aufladung festzulegen, die du vielleicht monatelang nicht wieder nutzt. Ubigi lohnt sich eher bei regelmäßigen Reisen, wenn du weißt, dass du bald wieder unterwegs bist und es sich lohnt, dasselbe Profil aktiv zu halten.
Kann ich Ubigi oder Airalo nutzen, wenn mein Handy keine Dual-SIM hat?
Ja, du brauchst keine physische Dual-SIM. Die eSIM belegt ein digitales Profil, das unabhängig von deiner normalen physischen SIM ist. Mit einem einzigen eSIM-fähigen Handy kannst du also deine Heimleitung und die Reiseleitung gleichzeitig aktiv haben – jede in ihrem eigenen virtuellen Slot.
Fazit
Ubigi und Airalo sind solide Optionen: Airalo glänzt beim Einstiegspreis und der Auswahl, Ubigi beim Komfort der Aufladung für Vielreisende. Keine ist perfekt, und beide hapern beim Support auf Deutsch. Wenn du klare Preise, Aktivierung in 1 Minute und Hilfe in deiner Sprache brauchst, wenn es drauf ankommt, spart dir eine eSIM, die für deutschsprachige Reisende gemacht ist, so manchen Kopfschmerz. Vergleiche den konkreten Tarif, kalkuliere deine Gigabytes und entscheide mit Daten – nicht nach Namen.






