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Internet auf den Kapverden: So bleibst du online (Optionen und die beste)

Marc González Sáez Marc González Sáez ·21. Juli 2026 ·13 Min. Lesezeit
Internet auf den Kapverden | Reise-eSIM | PuraSIM

Kap Verde fesselt mit dieser seltenen Mischung: All-inclusive-Resort auf Sal und Boa Vista, Morna in Mindelo und Postkartenberge auf Santo Antão. Und wenn du den Flug schon gebucht hast, kommt die praktische Frage: Wie komme ich in Kap Verde ins Internet, ohne einen Schrecken auf der Rechnung zu bekommen? Ich verrate dir den häufigsten Fehler, weil ich ihn jede Woche sehe: Der Archipel liegt etwa 1.500 km von den Kanaren entfernt, ist aber kein Teil der Europäischen Union, also reisen deine heimischen Gigas nicht mit. In diesem Leitfaden vergleiche ich die vier echten Optionen für Reisende aus Deutschland, mit Preisen in Escudos, Abdeckung Insel für Insel und den Formalitäten, die du vor dem Abflug erledigt haben solltest.

Internet in Kap Verde: die Kurzantwort

Für einen deutschen Touristen ist die eSIM der beste Weg, um in Kap Verde online zu sein: Sie wird vor dem Flug installiert, aktiviert sich auf dem Netz von Alou oder Unitel T+ direkt nach der Landung und erspart dir die Schlange am Flughafen. Die lokale SIM liefert die gleiche Leistung; das WLAN im Hotel taugt nur als Unterstützung.

Das ist die Kurzfassung, aber es lohnt sich, die kapverdische Besonderheit zu verstehen. Die meisten Deutschen kommen mit einem Pauschalurlaub nach Sal oder Boa Vista und wohnen in einem Strandresort, wo das WLAN zwar vorhanden ist, aber genau dort schwächelt, wo du es am meisten brauchst: im Zimmer. Und sobald du das Gelände verlässt – nach Santa María, Sal Rei oder auf eine Quad-Tour – bist du auf deine eigenen Daten angewiesen.

Dazu kommt das Detail, das alle verwirrt: Kap Verde ist ein unabhängiges Land in Westafrika, kein europäisches Territorium, also gilt der „Roaming wie zu Hause“-Tarif hier absolut nicht. Deshalb empfehle ich dir, mit bereits funktionierenden eigenen Daten anzukommen. In den folgenden Abschnitten schlüssele ich jede Option mit echten Preisen in Escudos, Abdeckung Insel für Insel und dem Kleingedruckten auf, das dir keiner im Reisebüro erzählt.

Alle Optionen auf einen Blick

Bevor wir ins Detail gehen, hier die vollständige Übersicht. Es gibt vier realistische Wege, auf den Inseln online zu gehen, und nicht alle wiegen gleich schwer bei einem Strandurlaub. Ich bitte dich, weniger auf die Preisspalte zu schauen und mehr auf das „Aber“: Denn hier entscheidet sich dieser Vergleich, weil auf einem Archipel, wo du zwischen den Inseln unterwegs bist, der Komfort genauso viel wert ist wie der gesparte Euro.

Option Ungefährer Preis Formalität Ihr großes „Aber“
Roaming des Anbieters 7–15 €/Tag oder pro MB Keine Außerhalb der EU: extrem teuer und wenig Transparenz
WLAN im Hotel oder Resort Meist inklusive Keine Schwach im Zimmer und außerhalb des Geländes nutzlos
Lokale SIM (Alou, Unitel T+) Ab ~500 CVE (~4,5 €) das Datenpaket Mittel: Reisepass und Registrierung Karte wechseln und eigene Nummer verlieren
Reise-eSIM Ab ~10 € für ein paar GB Keine: QR-Code und fertig Erfordert kompatibles Handy

Wie du siehst, gibt es eine „Nichts-tun“-Option, die richtig teuer wird, ein Hotel-WLAN, das kommt und geht, und zwei ernsthafte Kandidaten, die dasselbe lokale Netz nutzen: die physische und die digitale Karte. Der mobile Router, der in anderen Reisezielen so beliebt ist, hat hier wenig Sinn, weil das Resort dir bereits WLAN bietet; falls du ihn trotzdem für eine Gruppe in Betracht ziehst, findest du den Vergleich von eSIM vs. Pocket-WLAN. Das Rennen läuft zwischen den anderen beiden.

Achtung: Kap Verde ist nicht die EU

Das ist der entscheidende Punkt, und der teuerste, wenn du ihn ignorierst. Viele denken, weil es nur einen Katzensprung von den Kanaren entfernt ist und Portugiesisch gesprochen wird, würde Kap Verde zum EU-Tarif gehören. Ist aber nicht so: Es ist ein souveräner Staat in Westafrika, vor der Küste Senegals, und fällt nicht unter die EU-Regelung, die dir erlaubt, deine Gigabyte in den 27 EU-Ländern plus Island, Norwegen und Liechtenstein ohne Aufpreis zu nutzen.

Was heißt das? Sobald sich dein Handy in eine kapverdische Antenne einwählt, zahlst du Auslandstarif. Im Prepaid-Bereich verlangen manche deutschen Anbieter über 12 € pro Megabyte in ihrer Zone „Rest der Welt": Ein Nachmittag mit Karten und Hochladen von Fotos kann schnell eine Rechnung im dreistelligen Bereich bedeuten.

Um das zu kaschieren, verkaufen die Anbieter Tagespässe. Außerhalb Europs liegen die zwischen 7 und 15 € pro Tag, und es lohnt sich, genau zu prüfen, was drin ist: Manche geben ein oder zwei Gigabyte, andere nur 100 MB am Tag – ein Witz für eine Woche Strandurlaub. Sieben Tage zu 12 € sind 84 € nur fürs Datenvolumen. Check vor dem Abflug in der App deines Anbieters, was dich erwartet; hilfreich sind die Kosten für internationales Roaming und der Vergleich von eSIM vs. Roaming.

Hotel-WLAN und All-Inclusive-Falle

Da fast der gesamte deutsche Pauschalurlaub auf Sal und Boa Vista stattfindet, ist die Versuchung groß: „Im Resort gibt's ja WLAN, da spare ich mir die Daten." Das stimmt zum Teil: Die meisten Hotels, Restaurants und Cafés in den Touristenzentren bieten kostenloses WLAN, und die großen Anlagen in Santa María und Praia de Chaves haben in ihre Netzwerke investiert. Der Haken liegt im Unterschied zwischen guter und schlechter Abdeckung.

Meist läuft es in den Gemeinschaftsbereichen – Rezeption, Buffet, Bars, Pool – wo die Access Points hängen, und bricht in den weiter entfernten Zimmern oder Bungalows am Ende der Anlage weg. Dazu kommt, dass die Bandbreite per Unterseekabel auf die Inseln kommt und sich hunderte Gäste teilen: Zur abendlichen Stoßzeit bricht die Geschwindigkeit ein. In vielen Resorts sind die mobilen Daten schneller als das WLAN.

Faustregel: Das Resort-WLAN reicht, um von der Liege aus Mails zu checken und abends in Ruhe Fotos hochzuladen, aber zähl nicht drauf für einen Videoanruf vom Zimmer oder zur Navigation durch Santa María. Da rettet dich eine eigene Verbindung.

Mein Fazit: Nutz es als Unterstützung zum Karten runterladen, Fotos synchronisieren und eine Serie schauen, aber niemals als Rückgrat deiner Reise.

Lokale SIM: Alou und Unitel T+ mit Reisepass

Eine lokale Karte zu kaufen, ist machbar. In Kap Verde gibt es zwei Anbieter: Alou – die Marke, unter der Cabo Verde Telecom 2023 das frühere CVMóvel zusammengefasst hat – und Unitel T+. Die haben Shops an den Flughäfen von Sal (Amílcar Cabral) und Praia (Nelson Mandela) sowie Läden in Santa María, Sal Rei, Plateau und Mindelo. Du brauchst den Reisepass zur Registrierung der Leitung, und der Vorgang dauert etwa 10–15 Minuten, wenn keine Schlange ist.

Die Preise sind in Kap-Verde-Escudos (CVE), einer Währung, die für uns praktisch ist, weil sie seit 1999 mit einem festen Kurs von 110,265 CVE pro Euro an den Euro gekoppelt ist. Einfach durch 110 teilen, und du hast die Euro. Hier die öffentlichen Referenzpreise für die Datentarife von Unitel T+:

Datenpaket Preis Entspricht Gültigkeit
Täglich (30 MB) 70 CVE ~0,65 € 24 Stunden
Wöchentlich (250 MB) 250 CVE ~2,3 € 7 Tage
Monatlich (1 GB) 500 CVE ~4,5 € 30 Tage
Monatlich (2 GB) 800 CVE ~7,3 € 30 Tage
Monatlich (5 GB) 1.250 CVE ~11,3 € 30 Tage

Günstig, ja, aber schau dir die Volumen an: Die kleinen Pakete geben extrem wenig Megabyte, also landest du doch beim 5-GB-Paket. Und dann ist da die Logistik: Deine deutsche Karte rausnehmen, die neue rein und ohne deine Nummer dastehen (Tschüss SMS von der Bank, außer du hast Dual-SIM). Ich vergleiche das im Artikel eSIM vs. lokale SIM.

Die digitale SIM-Karte: meine Empfehlung

Hier zeigt die eSIM in Cabo Verde, was sie kann – und das nicht aus Marketinggründen. Es ist eine digitale Karte, die bereits im Handy steckt: Du kaufst den Plan von zu Hause aus, bekommst einen QR-Code, scannst ihn und fertig. Keine Schlangen, kein Hantieren mit winzigen Karten am Gepäckband, kein Suchen nach einem offenen Laden, wenn du um elf Uhr nachts in Sal landest.

Die Reisepläne für Cabo Verde nutzen die lokalen Netze, deine Abdeckung ist also dieselbe wie die eines Kapverdiers mit einer Karte aus dem Laden um die Ecke: 4G in Santa María, Sal Rei, Praia und Mindelo. Der Unterschied liegt nicht im Signal, sondern darin, wie du dorthin kommst. Preislich beginnen die Pläne bei etwa 10 € für ein paar GB und steigen je nach Tagen und Gigabyte; etwas über dem nackten lokalen Bonus, aber ohne das Karten-Gewechsel und die Registrierung.

Ein weiterer Vorteil, den man bei einem Pauschalreiseziel zu schätzen weiß: Mit Dual-SIM behältst du deine heimische Nummer aktiv für die SMS von der Bank oder den Anruf vom Reiseleiter, während die Daten über die digitale Karte laufen. Wenn es dein erstes Mal ist, lies dir was ist eine eSIM und dann den eSIM-Leitfaden für Cabo Verde mit der Schritt-für-Schritt-Installation durch.

Lokale SIM vs. eSIM, im direkten Vergleich

Das ist der Vergleich, der wirklich über die Reise entscheidet, denn der internationale Tarif scheidet allein wegen des Preises aus und das Hotel-WLAN reicht nicht zum Leben. Die Tabelle stellt die beiden Optionen gegenüber, die um den Sieg kämpfen, und du wirst sehen, dass der Kampf nicht im Euro entschieden wird, sondern im Komfort: Wie viel Schlange stehst du, ob du die Karte wechselst und ob du deine Nummer behältst, während du von Insel zu Insel springst.

Kriterium Lokale SIM (Alou / Unitel T+) Reise-eSIM
Preis Ab ~500 CVE (~4,5 €) für 1 GB Ab ~10 € für ein paar GB
Dokumente Reisepass, um die Leitung zu registrieren Keine
Wo man sie kauft Im Laden am Flughafen oder im Ort, persönlich Online, von zu Hause, vor dem Flug
Zeit bis Daten verfügbar 10–15 Min. plus die Schlange nach dem Flug Minuten: QR scannen und fertig
Netz, das du nutzt Alou oder Unitel T+ Dasselbe: Alou oder Unitel T+
Deine heimische Nummer Du verlierst sie, wenn dein Handy nur einen Slot hat Bleibt mit Dual-SIM aktiv

Meine Einschätzung, ohne Tamtam: Die lokale ist auf dem Papier günstiger, aber für ein oder zwei Wochen beträgt der Unterschied nur ein paar Euro und die digitale erspart dir den gesamten Aufwand. Die physische lohnt sich für mich in zwei Fällen: ein altes Handy, das keine digitalen Profile unterstützt, oder ein Aufenthalt von einem Monat oder länger, bei dem du unterwegs lokale Guthaben auflädst.

Abdeckung auf Sal, Boa Vista, Praia und Mindelo

Gute Nachricht für den Strandurlauber: Wo du sein wirst, reicht das Signal völlig aus. Cabo Verde hat 3G- und 4G-Abdeckung im gesamten Archipel und die Touristengebiete werden von beiden Betreibern gut versorgt. Das kannst du auf den wichtigsten Zielen erwarten:

  • Sal (Santa María und Espargos): Stabiles 4G im Ort, im Hotelstreifen und am Strand. Typische städtische Geschwindigkeiten von 15–40 Mbps, mehr als genug für Karten, soziale Netzwerke und Videoanrufe.
  • Boa Vista (Sal Rei und Praia de Chaves): Zuverlässiges 4G im Stadtkern und an der Resortküste. In den Dünen von Viana und auf den Pisten im Inland wird das Signal unregelmäßig.
  • Santiago (Praia): das Beste des Landes. Flächendeckendes 4G und 5G in bestimmten Bereichen der Hauptstadt. In Cidade Velha und Tarrafal keine Probleme.
  • São Vicente (Mindelo): Solides 4G in der ganzen Stadt, mit guten Geschwindigkeiten im Hafengebiet und bei den Musikbars.

Die Regel ist einfach: Je näher an einem städtischen Zentrum oder der Touristenküste, desto besser das Signal; je weiter du auf unbefestigte Pisten vordringst, desto schwächer. Für die typische Reise zwischen Sal und Boa Vista, mit einem Abstecher nach Praia oder Mindelo, reicht das lokale Netz für alles.

Santo Antão und das Inland: wo das Signal schwächelt

Und jetzt die Warnung, die dir fast niemand gibt. Wenn dein Plan Santo Antão einschließt – die Insel des Wanderns, der Levadas und der Täler von Paul und Ribeira Grande –, bereite dich auf Abschnitte ohne Abdeckung vor. In Orten wie Porto Novo, Vila das Pombas oder Ponta do Sol ist das Signal in Ordnung, aber sobald du in ein enges Tal hinabsteigst, fressen die Berge die Verbindung. Da hilft kein Betreiber.

Das Gleiche gilt im bergigen Inland von Santiago, beim Aufstieg zum Krater des Fogo und auf den Straßen von São Nicolau: Normalerweise fällst du auf 3G zurück oder hast kilometerweit gar nichts. Das ist kein Fehler deiner Karte: Die Antennen stehen in den Dörfern und die über tausend Meter hohen Gipfel blockieren den Rest.

Wie handhabe ich das? Mit drei Gewohnheiten. Lade die Karte der Insel offline herunter, bevor du die Unterkunft verlässt. Speichere den Routenverlauf und die Telefonnummer des Hotels auf dem Handy, nicht in der Cloud. Und gib per WhatsApp Bescheid, wo du langgehst, bevor du dich in ein Tal begibst, denn du kannst zwei oder drei Stunden unauffindbar sein. Damit wird der fehlende Empfang kein Problem mehr.

Flüge zwischen den Inseln, Fähren und der EASE-Antrag

In Cabo Verde kommt man nur mit dem Flugzeug oder dem Boot weiter, und in beiden Fällen wird dein Handy zu deinem besten Begleiter. Die Inselflüge verbinden Sal, Boa Vista, Praia und São Vicente in 20 bis 45 Minuten, auch wenn die Fluggesellschaften in letzter Zeit öfter gewechselt haben: Check bei der Buchung, welche Airline deine Route bedient, und behalte mögliche Änderungen im Auge – die werden per E-Mail oder Nachricht mitgeteilt.

Mit der Fähre ist die Traumstrecke die von Mindelo nach Porto Novo, dem Tor zu Santo Antão: etwa 50-60 Minuten und rund 1.500 CVE (~14 €) für Nicht-Einwohner. Mitten im Kanal kommt und geht das Signal, also kauf dein Ticket und lade vor dem Einsteigen alles runter, was du lesen willst.

Und ein Antrag, der zwingend eine Internetverbindung braucht: Vor dem Abflug musst du die EASE-Vorregistrierung auf der offiziellen Regierungsplattform durchführen und die Flughafensicherheitsgebühr (TSA) von etwa 3.400 CVE (~31 €) bezahlen. Es wird empfohlen, das bis zu fünf Tage vor dem Flug zu erledigen. Deutsche brauchen für Aufenthalte bis zu 30 Tagen kein Visum, aber einen Reisepass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit. Den Nachweis auf dem Handy zu haben und ihn am Schalter öffnen zu können, erspart dir Ärger.

Wie viele Daten brauchst du in Cabo Verde?

Die Millionen-Frage, bevor du etwas kaufst. Die kurze Antwort: weniger, als du befürchtest, aber es lohnt sich, nach Tagen und tatsächlicher Nutzung zu kalkulieren. Auf einem Strandurlaub wirst du hauptsächlich Messenger, soziale Netzwerke zum Angeben mit Santa María, Karten zur Orientierung und vielleicht mal einen Videoanruf nutzen; schweres Video-Streaming kann fast immer auf das Hotel-WLAN warten. Diese Tabelle gibt dir eine Orientierung pro Aktivität und Tag.

Tägliche Aktivität Ungefährer Verbrauch
WhatsApp und Nachrichten ~20-50 MB/Tag
Soziale Netzwerke (Scrollen und Stories) ~150-300 MB/Tag
Karten und Navigation auf der Insel ~50-100 MB/Tag
Fotos und ein paar Videos hochladen ~200-400 MB/Tag
Videoanruf (30 Min.) ~300-500 MB

Bei normaler touristischer Nutzung kommst du auf etwa 400-800 MB pro Tag. Mit diesem Richtwert reichen dir für eine Woche auf Sal oder Boa Vista 3-5 GB; für zehn oder zwölf Tage mit Inselhüpfen ist ein 10 GB-Plan mehr als genug; und wenn du Live-Streams machst, täglich Videos hochlädst oder von Mindelo aus arbeitest, nimm 20 GB oder mehr. Lass Foto-Backups und Streaming für das Hotel-WLAN, und du streckst jedes Gigabyte, ohne darüber nachdenken zu müssen.

Häufig gestellte Fragen

Habe ich in Cabo Verde EU-Roaming?

Nein. Cabo Verde ist ein unabhängiges Land in Westafrika und gehört weder zur EU noch zum Europäischen Wirtschaftsraum, daher gilt die "Roam-like-at-home"-Regelung nicht. Nur weil es nah an den Kanaren liegt, ändert das nichts: Du bist im internationalen Tarif.

Kann ich am Flughafen von Sal eine lokale SIM kaufen?

Ja. Am Flughafen Amílcar Cabral gibt es Schalter von Alou und Unitel T+, aber die Öffnungszeiten sind unregelmäßig und sie können je nach deinem Flug geschlossen sein. Sichere Alternative: die Läden in Santa María, 15-20 Minuten mit dem Taxi entfernt. Du brauchst deinen Reisepass, um die Leitung zu registrieren.

Reicht das WLAN im All-Inclusive-Resort?

Als Unterstützung ja, als Hauptlösung nein. In der Lobby, am Buffet und am Pool funktioniert es meist gut, aber in den abgelegenen Zimmern ist es schwach und abends wird es durch die vielen Nutzer überlastet. Außerhalb der Anlage gibt es keins.

Gibt es eine gute Abdeckung auf Boa Vista und Santo Antão?

Auf Boa Vista ja: zuverlässiges 4G in Sal Rei und an der Resort-Küste, unregelmäßig in den Dünen und Pisten im Inland. Auf Santo Antão funktioniert es gut in Porto Novo, Vila das Pombas und Ponta do Sol, verschwindet aber in den Tälern und Bergpfaden.

Wie viele GB brauche ich für eine Woche in Cabo Verde?

Für normale Nutzung – Nachrichten, soziale Netzwerke, Karten, Fotos und gelegentliche Videoanrufe – reichen dir 3-5 GB für sieben Tage locker. Wenn du Live-Streams machst oder arbeitest, wähle 10 oder 20 GB und lass Streaming und Foto-Backups für das Hotel-WLAN.

Brauche ich Internet für den EASE-Antrag und die TSA-Gebühr?

Ja, das ist eine Online-Registrierung vor der Reise, die auch die Zahlung der Flughafengebühr von etwa 3.400 CVE (~31 €) beinhaltet. Erledige das von zu Hause aus und speichere den Nachweis auf deinem Handy, damit du ihn bei der Ankunft zeigen kannst, auch wenn du dann keine Verbindung hast.

Funktioniert die digitale SIM-Karte direkt nach der Landung auf Sal?

Ja. Du installierst den Plan von zu Hause aus mit dem QR-Code und aktivierst ihn bei der Landung, sodass du mit Daten aus dem Flughafen gehst und deinen Transfer oder dein Hotel finden kannst. Das ist der Vorteil gegenüber der physischen Karte: keine Schlangen, keine Registrierung, und du behältst deine Nummer mit Dual SIM.

Fazit

Internet in Cabo Verde zu haben, ist einfach, wenn du dir eines klarmachst: Hier bist du nicht in Europa, auch wenn der Flug kurz ist und die Währung an den Euro gekoppelt ist. Der internationale Tarif deines Anbieters kann dich mehr kosten als die Ausflüge; das WLAN im Resort reicht für die Liege, nicht für einen Bummel durch Santa María oder das Paul-Tal; und die lokale SIM-Karte ist billig, zwingt dich aber dazu, mit dem Reisepass anzustehen und deine eigene Nummer aufzugeben. Deshalb ist die eSIM für die typische Reise nach Sal oder Boa Vista die rundum passende Lösung: gleiches lokales Netz, null Papierkram und Daten ab der ersten Minute. Installiere sie, bevor du abhebst, und du landest verbunden. Wenn du dich entschieden hast, wirf einen Blick auf die eSIM für Cabo Verde.

Marc González Sáez
Geschrieben von Marc González Sáez Gründer von PuraSIM und Spezialist für eSIM und Konnektivität für Reisende. Seit Jahren hilft er dabei, weltweit verbunden zu reisen, ohne zu viel für Roaming zu zahlen, und testet eSIMs persönlich an jedem Reiseziel, bevor er sie empfiehlt.
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