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Internet in Granada (die Karibikinsel): Guide zum Verbinden

Marc González Sáez Marc González Sáez ·22. Juli 2026 ·16 Min. Lesezeit
Internet in Grenada (Karibikinsel) | Reise-eSIM | PuraSIM

Ein Hinweis vorweg, weil hier alle durcheinanderkommen: Dieser Guide zu Internet in Grenada handelt von Grenada, der Insel, dem Karibikstaat (auf Englisch Grenada), mit der Hauptstadt Saint George's, nicht von der Stadt mit der Alhambra. Wenn du nach Empfang für ein Wochenende in Andalusien suchst, bist du hier falsch. Wenn du aber auf die Gewürzinsel fliegst, um in Molinere zu tauchen und am Grand Anse zu chillen, lies weiter: Ich erklär dir, was die Verbindung dort kostet, welche Anbieter es gibt und was ich machen würde.

Grenada Insel, nicht Granada Stadt: das klären wir jetzt

Auf Grenada, der Karibikinsel (nicht der andalusischen Stadt), hast du vier Optionen: Roaming mit deinem heimischen Anbieter, was hier richtig teuer wird, weil das Land außerhalb der EU liegt; WLAN im Hotel; eine lokale SIM von Flow oder Digicel; oder eine eSIM, die du vor dem Abflug aktivierst. Für ein bis zwei Wochen gewinnt die eSIM.

Die Namensverwirrung ist ständig da. Auf Deutsch nennen wir Grenada sowohl die andalusische Stadt als auch den Karibikstaat, während auf Englisch das Land Grenada geschrieben wird und die Stadt Granada. Deshalb landest du bei der Suche nach Flügen, Versicherungen oder Datenkarten immer wieder bei gemischten Ergebnissen aus Andalusien und der Karibik. Wenn auf deinem Ticket GND steht (internationaler Flughafen Maurice Bishop in Point Salines), bist du richtig.

Das Land, von dem ich rede, ist ein souveräner Staat der Kleinen Antillen, Mitglied des Commonwealth of Nations, mit König Charles III. als Staatsoberhaupt und Englisch als Amtssprache. Es besteht aus der Hauptinsel, Carriacou und Petite Martinique. Es wird die Gewürzinsel genannt, weil es von Muskatnuss und Macis (der roten Hülle um die Nuss) lebt: Es ist der zweitgrößte Produzent weltweit nach Indonesien, und diese Muskatnuss taucht sogar in der Nationalflagge auf.

Warum ist das wichtig für deine Verbindung? Weil es absolut alles verändert. Granada Stadt liegt in der Europäischen Union und dein heimischer Tarif funktioniert genauso wie zu Hause. Grenada Land liegt über 6.000 Kilometer entfernt, außerhalb der EU, mit eigenen Anbietern und Datenpreisen, die nichts damit zu tun haben. Wenn du die beiden verwechselst, bekommst du einen Schock auf der Rechnung. Nachdem das geklärt ist, kommen wir zum Praktischen.

Echte Mobilfunkabdeckung in Granada: Flow und Digicel

Auf der Insel gibt es nur zwei Anbieter: Flow (Teil der Cable & Wireless / Liberty Latin America-Gruppe) und Digicel. Sonst keinen. Beide decken den besiedelten Küstengürtel gut ab, wo du 95 % deiner Reise verbringen wirst: Saint George's, Grand Anse, Morne Rouge, Lance aux Épines, den Flughafen, True Blue, Gouyave, Grenville und Sauteurs.

Der Unterschied liegt im 4G. Generell hat Digicel die bessere LTE-Abdeckung und schnellere Daten auf der Insel, während Flow ein schwächeres 4G, aber ein weit verbreitetes 3G bietet – praktisch genau in den Ecken, wo der andere ausfällt. Bei einer kurzen Reise reicht dir jeder der beiden; wenn du an der Ostküste wohnst oder ins Landesinnere fährst, liefert Digicel meist das bessere Ergebnis.

Was du nicht finden wirst, ist 5G. Granada hat kein kommerzielles 5G-Netz aufgebaut, also vergiss Glasfaser-Geschwindigkeiten aus der Luft. Mit gutem 4G-Signal läuft alles völlig normal: Karten, WhatsApp, Instagram, Videotelefonie nach Deutschland ohne Probleme. Mit 3G funktioniert die Navigation zwar, aber das Hochladen von Videos wird langsam.

Noch ein ehrliches Detail: Die Insel ist bergig und vulkanisch, mit einem dschungelartigen Inland voller enger Schluchten. Dort verschwindet das Signal zeitweise, und das liegt nicht an deinem Handy. Gleiches gilt für einige Buchten im Norden und bei Bootsfahrten zwischen den Inseln. Lade die Offline-Karten herunter, bevor du das Hotel verlässt, dann ersparst du dir den Ärger, mitten auf einer Schotterpiste ohne GPS dazustehen.

Roaming mit deinem heimischen Anbieter: außerhalb der EU

Hier kommt die wichtige Warnung. Granada gehört nicht zur Europäischen Union oder zum Europäischen Wirtschaftsraum und ist keine Region in äußerster Randlage wie Guadeloupe oder Martinique, die direkt nebenan liegen. Es ist ein unabhängiges Land des Commonwealth. Übersetzung: Das berühmte „Roam Like at Home“, mit dem du deine Gigabyte in Frankreich oder Italien ohne Aufpreis nutzen kannst, gilt hier nicht.

Das bedeutet, dass dein Tarif in die teuerste Kategorie fällt – „Rest der Welt“ oder „Zone 3/4“, je nach Anbieter. Ohne gebuchtes Datenpaket werden einzelne Megabyte zu Preisen von mehreren Euro pro Megabyte abgerechnet, und schon ein kurzes Synchronisieren von Fotos und Mails reicht aus, um eine dreistellige Rechnung zu bekommen. Mit einem täglichen Welt-Datenpaket zahlst du normalerweise zwischen 6 und 15 € pro Tag für eine sehr knappe Datenmenge, oft nur 100 oder 200 MB.

Faustregel für die Karibik: Wenn dein Anbieter dir nicht schriftlich bestätigt, dass Granada in deiner Flatrate enthalten ist, geh davon aus, dass es nicht so ist – und deaktiviere die Daten-Roaming-Funktion, bevor du landest.

Ich erkläre dir die Zahlen im Detail unter Wie teuer ist internationales Roaming, und den direkten Vergleich findest du unter eSIM vs. Roaming. Mein praktischer Tipp: Schalte beim Start den Flugmodus ein und lass ihn an, bis du eine andere Datenlösung eingerichtet hast. Zehn Sekunden Unachtsamkeit am Flughafen können dich mehr kosten als alle Ausflüge der Reise.

Das WLAN im Hotel und in den Strandbars

WLAN ist kostenlos und ziemlich verbreitet, also gehört es zur Gleichung dazu. Die Resorts am Grand Anse und am Morne Rouge, die Hotels in Lance aux Épines und die meisten Ferienwohnungen bieten WLAN inklusive. Die Restaurants am Strand, die Bars am Carenage in Saint George's und die Cafés im Zentrum haben in der Regel ein Netz für Gäste, meist mit Passwort auf der Rechnung.

Jetzt der unangenehme Teil. Die Qualität ist sehr ungleichmäßig: In vielen Unterkünften steht der Router an der Rezeption und im Zimmer kommt kaum was an, und abends, wenn sich das ganze Hotel einwählt, bricht die Geschwindigkeit ein. In kleinen Apartments und Gästehäusern reicht die Leitung oft für WhatsApp und Mails, aber bei Videoanrufen oder Netflix ruckelt es. Und an der Ostküste und im Landesinneren gibt es schlichtweg weniger Infrastruktur.

Das WLAN hilft dir auch nicht bei dem, was du außerhalb des Hotels wirklich brauchst: ein Taxi rufen, Google Maps auf dem Weg zur Annandale Falls öffnen, die Abfahrtszeit des Katamarans bestätigen, den QR-Code einer Buchung vorzeigen oder die Unterkunft anrufen, weil der Fahrer den Eingang nicht findet. Genau dann, wenn du es am dringendsten brauchst, ist kein WLAN da.

Und dann ist da noch ein Sicherheitsthema, das man nicht ignorieren sollte: Die offenen Netze in Bars und Flughäfen sind geteilt. Vermeide es, dich von einem öffentlichen Netz aus bei deiner Bank einzuloggen, ohne eine Verschlüsselungsebene dazwischen. Mein Fazit ist einfach: WLAN ist eine tolle Ergänzung, um abends Serien runterzuladen, aber es ist kein Konnektivitätsplan für die Reise. Du brauchst eigene Daten in der Tasche.

Lokale SIM: Preise, wo du sie kaufst und was du brauchst

Die klassische lokale SIM ist immer noch eine gültige Option, vor allem, wenn du wochenlang bleibst. Du kaufst sie an den Ständen von Flow und Digicel am Maurice Bishop International Airport, die bei internationalen Flügen geöffnet haben, sowie in eigenen Geschäften und Tante-Emma-Läden in Saint George's und Grand Anse. Du musst deinen Reisepass oder Personalausweis vorlegen, um die Leitung zu registrieren; in Grenada gibt es keine biometrische Erfassung und es werden keine Fingerabdrücke genommen, also geht die Sache schnell.

Das sind ungefähre Preise, die unter Reisenden kursieren. Sie ändern sich je nach Saison und Aktion, also frag am Schalter nochmal nach:

Anbieter SIM Beispiele für Datenpakete Wie du auflädst
Flow Ab 10 XCD (~3,70 USD) 60 MB für 2,70 XCD (1 Tag); etwa 46 XCD für 1 GB (30 Tage); 3-Tages-Pakete mit 1 GB + Minuten Wählen von *777# oder in Geschäften und Läden
Digicel Etwa 25 XCD (~9 USD) Willkommenspakete mit vielen GB für wenig Geld; Touristenpakete mit 1 GB / 7 Tage und 5 GB / 30 Tage MyDigicel App, *140# oder Aufladung im Geschäft

Die Währung ist der Ostkaribische Dollar (XCD), der auch in St. Lucia, Dominica oder Antigua gilt. Er ist an den US-Dollar gekoppelt zu 2,70 pro 1 USD, ein fester Wechselkurs, der sich nicht bewegt, was dir die Rechnerei sehr erleichtert. Viele Geschäfte akzeptieren US-Dollar, aber das Wechselgeld bekommst du in XCD und nicht immer zu deinem Vorteil.

Der Nachteil der lokalen SIM ist nicht der Preis: Es ist die Zeit. Schlange am Stand, Papierkram, das Fach wechseln, deine deutsche Nummer verlieren und nach zwei Tagen feststellen, dass das gebuchte Paket nicht das war, was du dachtest. Ich gehe darauf in eSIM vs. lokale SIM ein.

eSIM: Warum ich sie empfehle

Eine eSIM ist eine digitale Karte, die du auf dein Handy lädst: kein Plastik, kein Fach-Herauspopeln mit einer Büroklammer, keine Schlange am Flughafen. Du kaufst sie von zu Hause aus, scannst einen QR-Code, und bei der Landung in Point Salines schaltest du dein Telefon ein und hast sofort Daten. Wenn du nicht weißt, worum es geht, fang mit Was ist eine eSIM an.

Für Grenada ist der Vorteil zweifach. Erstens: Deine deutsche Nummer bleibt aktiv: Die SMS von der Bank, der Bestätigungscode der Fluggesellschaft und Anrufe von zu Hause kommen weiterhin an, während die Daten über das lokale Netz laufen. Zweitens, und das ist in der Karibik ein dicker Punkt: Die lokalen Anbieter bieten keine eSIM für Prepaid-Kunden an, also ist eine Reise-eSIM der einzige Weg, um digitale Daten zu haben, ohne an einen physischen Schalter zu müssen.

Unsere eSIM für Grenada nutzt die lokalen Netze, also ist die Abdeckung dieselbe, die du mit einer SIM des Landes hättest. Die Pläne werden nach Gigabytes und Tagen verkauft, aktivieren sich, wann du willst, und können vom Handy aus aufgestockt werden, falls dir mitten auf der Reise die Daten ausgehen.

Voraussetzungen: Ein kompatibles Telefon (iPhones ab dem XR/XS, die meisten Samsung Galaxy S20 aufwärts, Pixel 3 und neuer) und es muss entsperrt (SIM-Lock-frei) sein. Überprüfe beides vor dem Kauf. Und ein Tipp, den ich immer gebe: Installiere das Profil zu Hause im WLAN, ohne es schon zu aktivieren. Die Installation braucht Internet; die Aktivierung nicht.

Vergleich der vier Optionen

Alles auf den Tisch gelegt – so sieht das Bild für eine normale Urlaubsreise auf die Insel aus:

Option Ungefähre Kosten Vorteile Nachteile
Roaming deines Heimatanbieters 6–15 €/Tag mit Datenpaket; mehrere €/MB ohne Paket Null Konfiguration Granada liegt außerhalb der EU: mit Abstand die teuerste Option und die Datenpakete enthalten nur wenig Daten
Hotel-WLAN Kostenlos Gut, um abends große Downloads zu machen Unzuverlässig, langsam zur Stoßzeit, außerhalb der Unterkunft nutzlos und offene Netze sind unsicher
Lokale SIM (Flow / Digicel) 10–25 XCD für die SIM + Datenpakete ab 2,70 XCD Günstig bei mehrwöchigem Aufenthalt; lokale Nummer für Taxirufe Reisepass nötig, Schlange am Kiosk, du verlierst deine deutsche Nummer und musst das Datenpaketmenü verstehen
Reise-eSIM Festgelegter Plan nach Tagen und Gigabyte Bereit vor dem Abflug, du behältst deine Nummer, kannst unterwegs aufladen, kein Papierkram Erfordert ein kompatibles und entsperrtes Smartphone

Und was ist mit dem Pocket Wifi? Auf Granada mietet den fast niemand und es macht wenig Sinn: ein weiteres Gerät zum Schleppen, der Akku ist am Nachmittag leer und du musst es vor dem Rückflug abgeben. Wenn ihr zu fünft reist und eine einzige gemeinsame Verbindung wollt, kann das sinnvoll sein, aber für ein Paar oder eine normale Familie lohnt es sich nicht. Ich vergleiche das ausführlich unter eSIM vs. Pocket Wifi.

Meine Reihenfolge für eine ein- bis zweiwöchige Reise ist klar: an erster Stelle die digitale Karte, das Hotel-WLAN als Unterstützung für große Downloads, die lokale SIM nur bei einem Aufenthalt von über einem Monat, und das Roaming deines Heimatanbieters von Anfang bis Ende ausgeschaltet.

Wie viele Gigabyte du je nach Reise brauchst

Die Millionen-Euro-Frage. Zu viel zu buchen ist Geldverschwendung, zu wenig mitten auf der Insel ist ärgerlich. Hier sind die Größen, die in der Praxis funktionieren – unter der Annahme, dass du den größten Teil des schweren Datentraffics (Serien, Foto-Backups) über das WLAN der Unterkunft machst.

Reiseart Dauer Empfohlene Datenmenge Wofür es reicht
Zwischenstopp oder Tageskreuzfahrt in Saint George’s 1–2 Tage 1 GB Karten, WhatsApp, ein paar Fotos und Essen finden
Badeurlaub in Grand Anse 7 Tage 3–5 GB Tägliches Surfen, soziale Medien, kurze Videoanrufe nach Hause
Zwei Wochen Insel + Carriacou 14 Tage 8–10 GB Normale Nutzung ohne auf den Zähler zu achten, Tauchvideos hochladen
Remote-Arbeit oder langer Aufenthalt 20–30 Tage 20 GB oder mehr Arbeits-Videoanrufe, Bildschirm teilen, Hotspot für den Laptop

Referencias rápidas para que selbst kalkulierst: eine Stunde Google Maps mit Navigation verbraucht etwa 5-10 MB, eine Stunde Instagram frisst zwischen 300 und 800 MB, und eine Videotelefonie über WhatsApp liegt bei rund 300 MB pro Stunde. Wie du siehst, sind Karten nicht das Problem – Video schon.

Ein nützlicher Tipp für die Karibik: Wenn du Island Hopping nach St. Lucia, Barbados oder St. Vincent machst, schau dir die Regionalpläne an, die mehrere Inseln abdecken, anstatt für jede einen eigenen zu kaufen. Das ist günstiger und du ersparst dir, das Handy auf jeder Etappe neu einzurichten. Und wenn du unsicher bist, geh lieber knapp: Einen Plan vom Handy aus aufzustocken geht in zwei Minuten, aber das Geld für einen überdimensionierten Plan bekommst du nicht zurück.

Zone für Zone: Strände, Wasserfälle, Dschungel und Carriacou

Ich schlüssele dir die Abdeckung für die Orte auf, an denen du wirklich sein wirst, ganz ehrlich:

  • Saint George's: die Hauptstadt mit ihrem hufeisenförmigen Hafen und den roten Dächern. Gute 4G-Abdeckung am Carenage, am Gewürzmarkt und am Fort George.
  • Grand Anse Beach: die drei Kilometer Sand, die auf allen Fotos zu sehen sind. Stabile Abdeckung am ganzen Strand und WLAN in fast allen Strandbars und Resorts.
  • Molinere Unterwasser-Skulpturenpark: das erste Unterwassermuseum der Welt, ein Werk von Jason deCaires Taylor, in einem Meeresschutzgebiet. Besucht wird es mit Schnorchel oder Tauchgang von Booten aus, die in Grand Anse oder Saint George's ablegen. Das Signal in der Bucht ist in Ordnung, aber unter Wasser gibt es keine Abdeckung: lass das Handy trocken und in der Tasche, und zähl nicht darauf, das Video hochzuladen, bis du wieder an Land bist.
  • Annandale-Wasserfälle: eine Viertelstunde vom Zentrum entfernt, mitten im dichten Grün. Es gibt Signal am Parkplatz und am Aussichtspunkt, aber es wird schwach am Grund der Schlucht.
  • Grand Etang und das Dschungelinnere: hier müssen wir ehrlich sein. Zwischen Grünen Meerkatzen, Vulkankratersee und Bergpisten kommt und geht das Signal und verschwindet auf manchen Abschnitten ganz. Karten runterladen, unbedingt.
  • Carriacou und Petite Martinique: die Schwesterinseln, anderthalb Stunden mit der Fähre von Saint George's. Es gibt Abdeckung in den Orten wie Hillsborough und an den Hauptstränden, aber die Infrastruktur ist anfälliger, hat durch den Hurrikan Beryl 2024 schwer gelitten, und in abgelegenen Buchten kannst du ohne Daten dastehen.

Ehrliche Zusammenfassung: Im Touristenstreifen im Südwesten bist du bestens verbunden, und im Inland und auf den kleinen Inseln solltest du besser mit allem Reisegepäck fahren, das du runtergeladen hast.

Kreuzfahrten in Saint George's: Die Kostenfalle des Schiffsnetzes

Granada ist ein typischer Anlaufhafen für Kreuzfahrten in der südlichen Karibik, und das Terminal liegt mitten in Saint George's, nur einen Spaziergang vom Carenage entfernt. Wenn du so ankommst, pass hier besonders auf – denn hier entstehen die Horrorrechnungen.

Auf hoher See verbindet sich das Schiff mit keinem Landnetz: Es hat eine eigene Satellitenantenne an Bord, mit Namen wie "Cellular at Sea" oder "MCP". Dieses Netz ist in keinem Tarif inbegriffen, weder im europäischen noch in irgendeinem Welt-Paket, und wird separat abgerechnet – zu Preisen, die bei Daten über 5 € pro Megabyte liegen können, plus mehrere Euro pro Minute für Anrufe und pro SMS. Ein Handy, das nachts nur eine halbe Stunde lang Fotos synchronisiert, kann dir einen dreistelligen Betrag bescheren.

Was ich auf jeder Kreuzfahrt mache: Flugmodus ab dem Auslaufen und mobile Daten deaktiviert. An Bord nutze ich nur das gebuchte Schiffs-WLAN; an Land die eSIM des Landes.

Der Plan, der bei einem Zwischenstopp am besten funktioniert: Sobald du den Pier in Saint George's betrittst, schaltest du den Flugmodus mit der bereits aktivierten eSIM aus, genießt den Tag mit Karten und Messengern, und sobald du wieder die Gangway hochgehst, schaltest du ihn wieder ein. Bei einem achtstündigen Aufenthalt reicht dir 1 GB locker.

Und pass auch auf das Detail beim Ankern auf: Wenn das Kreuzfahrtschiff weit vor der Küste ankert und du mit dem Tenderboot an Land kommst, kann es sein, dass sich dein Handy mit der Schiffsantenne verbindet, obwohl du das Land nur zweihundert Meter entfernt siehst. Überprüf den Netzbetreiber in der oberen Leiste, bevor du irgendwas öffnest.

Tricks, um auf der Insel weniger Daten zu verbrauchen

Mit diesen Gewohnheiten reicht ein kleiner Tarif doppelt so lange. Nichts Kompliziertes, alles ist in fünf Minuten vor dem Losgehen eingerichtet:

  1. Lade die Karte von Granada offline herunter in Google Maps, bevor du fliegst (such die Insel, "Offline-Karte herunterladen"). GPS funktioniert ohne Daten, du kannst dich also auch im Landesinneren orientieren, wenn kein Signal ist.
  2. Schalte die automatischen Backups von Fotos und Videos aus oder stell sie auf "nur WLAN". Das ist mit Abstand der größte Datenfresser auf einem Strandurlaub.
  3. Deaktiviere App-Updates über mobile Daten bei iOS und Android. Ein System-Update im Hintergrund frisst einen ganzen Tarif auf.
  4. Speichere auf deinem Handy Tickets, Hotelreservierungen, die Versicherung und die QR-Codes für Ausflüge. Als PDF oder Screenshot, nicht als Link, der eine Verbindung braucht.
  5. Lade Musik, Podcasts und Serien im Hotel-WLAN runter für die Stunden am Strand, auf der Fähre oder der Straße.
  6. Nutze WhatsApp zum Telefonieren anstatt der Sprachleitung: Es verbraucht sehr wenig und du vermeidest internationale Gebühren.
  7. Prüf den Datenzähler alle zwei oder drei Tage in den Handy-Einstellungen; so merkst du rechtzeitig, welche App über die Stränge schlägt.

Ein logistischer Extra-Tipp: Der Stecker in Granada ist vom britischen Typ G, mit drei flachen Kontakten, bei 230 V, also nimm einen Adapter für Großbritannien mit, sonst hast du am ersten Tag keinen Akku mehr – und nützen tun dir die Daten bei ausgeschaltetem Handy auch nichts. Und wenn du ein Auto mietest, sind eine Handyhalterung und ein Zigarettenanzünder-Ladegerät ihr Gewicht in Gold wert: Die Straßen auf der Insel sind eng und kurvig, und du wirst oft auf die Karte schauen.

Häufig gestellte Fragen

Die Fragen, die mir am häufigsten zur Internetverbindung auf der Insel gestellt werden, inklusive des ewigen Missverständnisses mit Andalusien.

Bezieht sich dieser Guide auf Granada (Andalusien) oder die Karibikinsel?

Auf die Karibikinsel. Wir sprechen hier vom unabhängigen Staat der Kleinen Antillen, Grenada auf Englisch, mit der Hauptstadt Saint George's, dem Flughafen GND und der Währung XCD. Wenn deine Reise in die andalusische Stadt der Alhambra geht, brauchst du nichts davon: Dort bist du in der Europäischen Union und dein heimischer Tarif funktioniert genauso wie zu Hause, ohne Zusatzkosten.

Funktioniert das europäische Roaming in Granada?

Nein. Granada ist ein souveräner Staat des Commonwealth, außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums und ohne den Status einer ultraperipheren Region, also gilt "Roam Like at Home" nicht. Dein heimischer Anbieter berechnet Tarife für das Rest der Welt, die mehrere Euro pro Megabyte betragen können. Deaktiviere die Daten-Roaming-Funktion vor der Landung.

Welcher Anbieter hat die bessere Abdeckung, Flow oder Digicel?

Digicel bietet meist besseres 4G und mehr Geschwindigkeit; Flow hat besseres 3G in abgelegenen Gebieten. Beide decken Saint George's, Grand Anse und den touristischen Südwesten gut ab. In Granada gibt es kein kommerzielles 5G-Netz, also ist 4G das Beste, was auf der Insel verfügbar ist.

Kann ich eine eSIM direkt bei Flow oder Digicel kaufen?

Im Prepaid-Bereich nicht. Die lokalen Anbieter bieten in Granada keine eSIM für Prepaid-Kunden an. Wenn du also eine digitale Karte willst, musst du sie vor deiner Abreise bei einem Reiseanbieter kaufen. Diese eSIM verbindet sich trotzdem mit den lokalen Netzen, du hast also dieselbe Abdeckung.

Gibt es Abdeckung auf Carriacou und im Unterwasserpark von Molinere?

Auf Carriacou ja, in den bewohnten Gebieten; unter Wasser in Molinere natürlich nicht. Hillsborough und die Hauptstrände der Schwesterinsel haben Empfang, auch wenn das Netz seit dem Hurrikan Beryl 2024 anfälliger ist. Für Molinere lass das Handy im Boot und lad die Karte runter, bevor du den Hafen verlässt.

Was brauche ich, um in Granada eine lokale SIM-Karte zu kaufen?

Reisepass oder Personalausweis, ohne biometrische Registrierung. Der Vorgang wird an den Kiosken von Flow und Digicel am Maurice Bishop Flughafen oder in deren Geschäften in Saint George's und Grand Anse erledigt. Die SIM kostet ab etwa 10 XCD bei Flow und etwa 25 XCD bei Digicel, und die Datenpakete werden über *777# oder *140# aktiviert.

Warum sind die Daten auf dem Kreuzfahrtschiff so teuer?

Weil das Schiff sein eigenes Satellitennetz nutzt, das von allen Pauschal-Tarifen ausgeschlossen ist. Auf hoher See verbindet sich dein Handy mit Antennen wie "Cellular at Sea", die separat abrechnen und über 5 € pro Megabyte kosten können. Fahre im Flugmodus und verbinde dich nur, wenn du in Saint George's an Land bist.

Wie viele Gigabytes brauche ich für eine Woche auf der Insel?

Zwischen 3 und 5 GB für einen normalen Strandurlaub. Das reicht für Karten, Nachrichten, soziale Medien und das eine oder andere Video-Telefonat, wenn man nachts das Hotel-WLAN nutzt. Wenn du zwei Wochen fährst und Carriacou mitnimmst, steig auf 8-10 GB; für Remote-Arbeit sind es 20 GB oder mehr.

Fazit

Zusammengefasst: Granada ist die Gewürzinsel der Karibik, nicht die andalusische Stadt, und dieser Unterschied ändert deine Handyrechnung. Sie liegt außerhalb der Europäischen Union, also ist Roaming von zu Hause die teure Option; das Hotel-WLAN ist eine Hilfe, aber kein Plan; die lokale SIM von Flow oder Digicel ist günstig, wenn du Wochen bleibst, inklusive Reisepass und Wartezeit; und eine eSIM lässt dich in Point Salines mit funktionierenden Daten landen, während deine deutsche Nummer erhalten bleibt.

Wenn du zwischen den Statuen von Molinere tauchen, nach Annandale wandern oder mit der Fähre nach Carriacou fahren willst, klär die Verbindung, bevor du von zu Hause losfährst: schau dir hier die eSIM für Granada an und hab dein Handy von der ersten Minute an bereit. Gute Reise, und lass Platz im Koffer für Muskatnuss.

Marc González Sáez
Geschrieben von Marc González Sáez Gründer von PuraSIM und Spezialist für eSIM und Konnektivität für Reisende. Seit Jahren hilft er dabei, weltweit verbunden zu reisen, ohne zu viel für Roaming zu zahlen, und testet eSIMs persönlich an jedem Reiseziel, bevor er sie empfiehlt.
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